|
Die Geschichte des Mopses Der Mops ist seit dem 9. Jahrhundert unter dem Namen Lo-Chiang-Sze bekannt. Er kam durch den Handel nach Europa. Bilder und Zeichnungen beweisen seine Existenz in westlichen Ländern bereits seit 1425. Seine Berühmtheit erlangte der Mops durch das beliebte italienische Volkstheater „Commedia dell’arte“, wo der Mops als asiatischer Exot die Attraktion schlechthin war und durch diverse Kunststücke beeindruckte. Mit der Verbreitung des Volkstheaters in ganz Europa erfreute sich der Mops an zunehmender Beliebtheit im Bürgertum, aber vor allem in den Adelskreisen, die ihn seiner Treue, seiner Anhänglichkeit, seines lustigen Temperaments und seines exotischen Aussehens wegen begehrten. Heldengeschichten über den Mops, so zum Beispiel über den Mops Pompey, der seinen Herrn Prinz Willem van Oranje (Wilhelm von Oranien; 1533- 1584) durch lautes Gebell alarmierte und ihn so vor einem Attentat bewahrte, sind uns allzu gute Beispiele um die Wachsamkeit und Mobilität des Mopses zu beschreiben.
|
|
|
W. Hogarth (1697-1764) |
Der Mops mit seinem freundlichen, kinderlieben Gemüt, seiner kurzen (an einen Teddybären erinnernden) Schnauze und den vertrauenserweckenden Kulleraugen, war Jahrhunderte lang die einzige Rasse mit ebensolchen Merkmalen. Das Klischee dagegen, der Mops sei „wohlgeformt und unbeweglich“ stammt aus der Epoche des Biedermeiers, wo dieser tatsächlich durch übermäßigen Pralinenverzehr und durch falsche Haltung allein stehender Damen, kaum von seinen Seidenkissen zu bewegen war. Heutzutage jedoch ist unser humorvolles Möpschen ein sehr aktiver, lebhafter und durchaus muskulöser Familienhund, der die Liebe und Zuneigung seiner Familie mit unendlich viel Treue, Anhänglichkeit und Wachsamkeit belohnt.
|